Mittwoch, 29. Mai 2013

[R] Feuchtgebiete von Charlotte Roche


Feuchtgebiete
Erschienen: Juli 2009
Seitenanzahl: 224
Verlag:ullstein
Taschenbuch: 8.95
Kindle: 7.99 €
Teil einer Reihe ? Nein ! 










Erster Satz: Solange ich denken kann, habe ich Hämorrhoiden.

Zitate:  S.18 Bloß nicht zu viel waschen. Einmal wegen der wichtigen Muschiflora. Dann aber auch wegen dem für Sex sehr wichtigen Muschigeschmak und -Geruch. Das soll ja nicht weg. Ich mache schon lange Experimente mit nicht gewaschener Muschi.Mein Ziel ist, auch durch dicke Jeans oder Skihosen. Das wird von Männern dann nicht bewusst wahrgenommen, aber doch unterschwelig, weil wir ja alle Tier sind, die sich paaren wollen. Am liebsten mit Menschen, die nach Muschiflora riechen.

S. 20 Mir macht es Riesenspaß, mich nicht nur immer und überall bräsig voll auf die dreckige Klobrille zu setzten. Ich wische sie auch vor dem Hinsetzten mit meiner Muschi kunstvoll geschwungener Hüftbewegung einmal komplett im Kreis sauber. Wenn ich mit der Muschi auf der Klobrille ansetzt
 
S. 71 Ich würde gerne mal eine Pizza mit fünf verschiedenen Spermasorten essen. Das ist ja wie Sex mit fünf fremden Männern gleichzeitig. Na gut, nicht direkt Sex. Aber doch so, als hätten mir fünf unbekannte Männer gleichzeitig in den Mund gespritzt. Das ist doch erstrebendwert fürs Lebensbuch, oder ? Wenn man das von sich behaupten kann: Sehr gut.

Klappentext:

"Hygiene wird bei mir kleingeschrieben"

Nach einer Missglückten Intimrasur liegt die 18- Jährige Helen auf der inneren Abteilung von Maria hilf. Dort widmet sie sich intensiv jenen Bereichen ihres Körpers, die gewöhnlich  als unmädchenhaft gelten. FEUCHTGEBIETE erzählt die wunderbar wilde Geschichte einer ebenso genusssüchtigen wie verletzlichen Heldin. 

Zum Buch:

Zum Buch kann man sagen: entweder man mag es oder man mag es nicht. Es nicht zu mögen fällt hier nicht schwer. Es zu mögen, da muss man schon viel gewohnt sein.
Ich selber mag es nicht so, obwohl es doch sehr lustig war. Manche Sachen, sind so eklig, dass man schon darüber lachen kann und das habe ich hier reichlich.
Der Schreibstil hat mir nicht sehr gefallen. Mich hat es genervt, dass die Autorin teilweise zu kurze Sätze hintereinander gereiht hat. Das stört einfach nur.
Helen ist für ihre 18 Jahre oft zu naiv. Sie macht so gut wie alles was mit ihrem Körper zu tun hat. Sie erkundet ihn auf die verschiedensten arten. Sie macht z.B. Fotos, damit sie weiß wie sie unten aussieht.

S. 38 Ich züchte Avocadobäume. Das ist neben Ficken mein einziges Hobby.

Avocadobäume züchten, hört sich am Anfang ganz normal an. Die Autorin denkt aber gar nicht daran, mal eine Sache ganz normal zu lassen. Denn Helen masturbiert mit den Avocadokernen. Was ich ziemlich merkwürdig und einfach nur ekelhaft finde. Im Buch kommt aber immer wieder was schlimmeres wo man nur noch denkt " WAAAAS ? Meint sie das wirklich ernst"  
Die Geschichte allgemein hat ziemlich wenig Zusammenhang und ist einfach nur wild drauf los geschrieben um Leute zu schocken und um zu zeigen, was für Ekelhafte Dinge man alles machen kann. Das ist mehr oder weniger meine Meinung. 
Am Ende versucht Charlotte Roche noch Gefühle ein zu bringen, was ihr nicht geglückt ist. Es passt nicht zu dem Buch. Bei normalen Romanen, kommt am Ende, auch nicht auf einmal ein Werwolf vor. 

Fazit:

Man sollte das Buch nur lesen, wenn man sich auch bewusst ist, was dort alles vorkommt. Ich finde das Buch ziemlich schlecht. Ich habe dafür sehr viel gelacht, denn mache Sachen sind so absurd, die kann man gar nicht mehr ernst nehmen. Ich habe, selbst wenn ich wusste was das für ein Buch ist, trotzdem mehr erwartet. Vielleicht lese ich noch den anderen Band von ihr, aber nur wenn ich es günstig bekomme, da 16.99 Euro eindeutig zu viel ist, für so ein Buch.
Zum Fazit eins noch: Ich bewerte es nicht so schlecht wegen der perversen Dinge, sondern dem Schreibstil und anderen Sachen.!


Die Autorin:

Körpergerüche, Intimrasuren, Hämorrhoiden - es sind nicht gerade die klassischen literarischen Themen, mit denen Charlotte Roche der Durchbruch als Autorin gelang. Aber sie traf einen Nerv, und der gigantische Erfolg ihres Debüts "Feuchtgebiete" dürfte selbst sie als Medienprofi überrascht haben. Wie es sich im Rampenlicht lebt, dazu konnte sie schon als TV-Moderatorin Erfahrungen sammeln. Für Viva, arte und das ZDF stand sie vor der Kamera, für ihre Arbeit wurde sie mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem
Grimme-Preis geehrt. Geboren wurde die Autorin 1978 im englischen High Wycombe. Sie lebt in Köln, ist verheiratet und hat eine Tochter.

1,5 von 5 Sternen 
(Aber auch nur, weil ich heute gut drauf bin)

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