Freitag, 10. Januar 2014

[R] Dunkler Rausch der Sinne von Christine Feehan


Dunkler Rausch der Sinne
Originaltitel: Dark Guardian
Erschienen: Juli 2007
Seitenanzahl: 448
Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch: 7,99
Teil einer Reihe? Ja. Kann man aber auch getrennt voneinander lesen.





Erster Satz: Das Dorf war viel zu klein, um der Armee Widerstand zu leisten, die es zu überrollen drohte. 

Zitat (S.156) "(...) Ich weiß Ihre Hilfe zu schätzen. Ich möchte dass Sie warten, bis ich das Zimmer verlassen habe, und dass sie dann nicht mehr in der Lage sind zu atmen. Verstanden?"
"Ja, Mr. Dararazanoff."

Klappentext:

Er ist der dunkle Hüter seines Volkes. Doch nach Jahrhunderten seelenloser Einsamkeit treibt ihn plötzlich ein unstillbarer Hunger. Als Lucian der zierlichen Polizistin Jaxon Montgomery begegnet, weiß er, dass er sie besitzen muss. Doch mit jedem Kuss folgt Jaxon Lucian ein Stückchen weiter an den dunklen Abgrund seiner Leidenschaft ...


Zum Buch:

Ich mag die Bücher von Chrstine Feehan und die Karpatianer finde ich unwiderstehlich. Aber manchmal haben sie Frauen wo mein Kopf explodiert. Es geht um Lucian (Karpatianer) und Jaxon (Mensch). Aber fangen wir ganz von vorne an.

Im Prolog springt man in die Vergangenheit. Mann taucht in Szenen aus vergangenen Zeit. Das war bei Jaxon sehr traurig. Das ist aber immer so bei den Frauen der Karpatianer. Können die sich nicht mal Frauen mit einer unkomplizierten Vergangenheit holen? Jedenfalls nimmt das einen sehr mit. Man entwickelt wirklich Hass für Tyler Drake. Das was er getan hat war pure Grausamkeit.
Ich fand diese Einblicke echt gut. Das gab es in den anderen Bücher nicht.

Sie ist Polizisten und in den ersten 50 Seiten gibt es eine ... "typische" Polizeiszene: Die Truppe ist gerade dabei einige Verbrecher auf frischer Tat zu ertappen und plötzlich geht was schief. Es wird geschossen und der Partner verletzt sich. Und dann kommt das Gespräch wo ich in jedem Film immer aufstöhne. "Oh mein Gott! Du bist verletzt und verblutest!", "Ja, aber du musst verschwinden damit du es auch lebend hier raus schaffst!", "Nein ich lasse dich hier nicht zurück! Du bist mein Partner!", "Doch geh bevor es zu spät ist!" und so weiter. AH! Unnötig! Weil man weiß das beide es am Ende schaffen werden.

Jaxon ist dann bei Lucian in seinem Haus. Sie wart ihn vor Tyler Drake und will ihn beschützen. Das ist ihre Natur. Aber da steht ein Fels in der Brandung vor ihr. Lucian, ein MANN wie ein Berg. Er hat eine Stimme mit der er Menschen beeinflussen kann. Und sie immer dieses Gesäusel von Gefahr. Wenn so ein Typ vor mir stehen würde, glaube ich das ich an alles anderes denken würde als das IHM was passieren kann. Christine Feehan beschreibt Karpatianer als unbesiegbar, ihr Auftreten, ihre Persönlichkeit, einfach alles an ihnen ist überwältigend. Und Jaxon jammert die ganze Zeit rum. Auch als sie einen Einblick in das Leben des Karpatianers bekommt und langsam verseht was er ist und zu was er alles fähig ist. Trotzdem muss sie immer noch ihn beschützen wollen und das auf die nervigste Art die man sich vorstellen kann. Und das hat mich so krass genervt! Sie ist echt ansträngend.

Was mich noch an ihr gestört hat war das sie eine Realistin ist. Das klingt im ersten Moment komisch aber es ist so das sie nichts akzeptiert. Sie merkt langsam das Lucian anderes ist und das er magische Kräfte hat und sie sieht auch einen Vampir und trotzdem will sie das alles nicht akzeptieren. Sie will nicht verstehen das es mehr gibt als nur Menschen und das es Magie gibt. Und das behält sie felsenfest bis zur Mitte des Buches durch. Sie lehnt alles ab was in diese Richtung geht. Es übersteigt  ihre Vorstellungskraft das es so was wirklich gibt. Und das hat mich mega genervt. Und da mal großen Respekt an Lucian das er soviel Geduld hat. Ich wäre schon längst ausgerastet!
Am Anfang ist sie noch mega schüchtern und bis zum Ende hin wird sie immer hemmungsloser.

*Spoiler anfang* Auf Seite 303 passiert was ... interessantes. Nach einem weiteren Angriff von "Tyler Drake" ist Jaxon verzweifelt, sehr aufgewühlt. Sie merkt nicht was sie tut und stürzt sich fast von einer Klippe. Natürlich rettet Lucian sie und die beiden reden. Und es fängt an zu regnen (Klischee). Dann haben die beiden Sex! Ich meine hallo?! Die hat gerade fast versucht sich umzubringen und das was die beiden als nächstes machen an Ort und Stelle ist Sex haben. Reicht doch jetzt! *Spoiler ende*

Bis jetzt habe ich mich ja nur über Jaxon aufgeregt aber ich muss sagen das auch Lucian mir manchmal nicht gefallen hat. Er war diesmal nicht ganz so dominant wie seine Artgenossen. Aber er ist mega eingebildet! Die ganze Zeit: "Ich bin unbesiegbar. Ein Mensch kann mir nichts. Ich bin vom alten Stamm. Ich kenne meine Fähigkeiten. Ich überschätze mich nicht, ich kenne meine Macht." AH! Ja, schön für dich das du übermächtig bist! Man. So was von eingebildet! Die anderen Karpatianer haben auch krasse Kräfte und er ist aber die Superwurst. Der Beste der Besten. Ach komm schon. Ne. Will ich nichts mehr hören.

Eigentlich mag ich den Schreibstil von Christine Feehan. Sie schreibt sehr lebhaft und sehr bildlich mit vielen Beschreibungen. Auch ist sie sehr romantisch. Und da haben wir es auch schon. Dieses mal war es irgendwie... zu viel. Die ganze Zeit Kitsch. Ein bisschen Romantik ist schön aber das war zu viel. Und viele der Sätze haben sich mehrmals wiederholt. Was mir besonders ins Auge gestochen ist: "Du/Sie/Er braucht dich/sie/ihn/es." Auf einer Seite manchmal dreimal diese Wiederholung. Unschön. Ist auch nicht besonders kreativ.

Ich finde die Welt der Karpatianer interessant. Besonders natürlich die Männer an sich. In diesem Buch ging eine Karpatianer aber auch an die Öffentlichkeit. Das hat mich doch ein wenig verwirrt. Die Rasse muss geheim bleiben. Und die beiden gehen an die Öffentlichkeit. Okay, es soll Tyler Drake herauslocken und das alles ist Plan aber gewundert hat es mich schon.

Autorin:

Christine Feehan ist alles andere als eine Spätzünderin. Schon als Kind verschlang sie alle Arten von Büchern und schrieb selbst gerne und häufig die Geschichten auf, die sich in ihrem Kopf abspielten. Heute ist sie stolz darauf, sich selbst eine Autorin nennen zu dürfen. Über 40 Romane entsprangen ihrer Feder, darunter Bände vier verschiedener Reihen wie der "Schattengänger"-Saga oder der Serie um die "Drake-Schwestern". In den USA wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, und auch in Deutschland wächst ihre Fangemeinde stetig. Feehan lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Kalifornien.

Fazit:

Das war definitiv nicht Christine Feehans bestes Buch. Andere Karpatianergeschichten haben mir besser gefallen.

2 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen