Sonntag, 5. Januar 2014

[R] So wie Kupfer und Gold von Jane Nickerson


So wie Kupfer und Gold
Originaltitel: Strands of Bronze and Gold
Erschienen: September 2013
Seitenanzahl: 448
Verlag: cbt
Gebunden: 16,99
ebook: 13,99
Teil einer Reihe? Nein.







Erster Satz: Ich hatte einen unvorstellbar reichen Patenonkel. Deshalb stand mir die Welt offen.

Zitat (S.347) Ich versuchte mir einzureden, ich sei in Bernard verliebt. Wenn ich es mir lebhaft genug einreden könnte, würde ich es irgendwann glauben und alles wäre einfacher.

Klappentext:

"Ich hatte einen unvorstellbar reichen Patenonkel. Deshalb stand mir die Welt offen. Solange ich mich erinnern konnte, lief mir ein wohliger Schauer den Rücken runter, wenn ich an ihn dachte. Er war Mythos und Magier und die Zukunftshoffnung meiner ganzen Familie - alles in einer Person"

Für Sophia erfüllt sich ein lang gehegter Traum, als ihr Patenonkel Bernard de Cressac sich ihrer annimmt. Doch schon bald muss sie feststellen. dass in Wyndriven Abby nicht alles mit rechten Dingen zugeht - und ihr Leben auf dem Spiel steht, wenn sie sich nicht aus dem goldenen Netz befreit, das der attraktive Monsieur Bernard um sie gesponnen hat.


Zum Buch:

von Heimo Aga
Wyndriven Abby
Die Geschichte fing harmlos an. Ich muss sagen das dieser Historische Schreibstil mir in diesem Fall überhaupt nicht zugesagt hat. Ich mag auch diese Zeit nicht. Ich finde da wirkt alles immer gespielt. Nicht ernst gemeint. Das alles kam mir wie ein Märchen vor. Keine Wirklichkeit. In der Danksagung erwähnt Jane Nickerson auch das das Buch ähnlich wie das Märchen "Blaubart" sein soll. Ich habe das Märchen nicht gelesen und weiß nicht wie es ist aber das Buch hier fand ich nicht so gut.

Sophia ist die Hauptperson. Das Buch ist auch in der Ich-Perspektive geschrieben. Ich mag sie nicht wirklich. Sie ist so verdammt naiv und anfangs eitel. Und auch als sie M. Bernard auf die Schliche kommt scheint sie das alles abzublocken und nicht ernst zu nehmen. Sie hat keine Angst vor den Toten und ist auch sehr mutig. Manchmal fand ich sie etwas widerlich. Z.B als sie die Haare der toten Frauen von M. Bernard mitnimmt und sie in den Teppich einwebt sowie das Armband. Was ich mit "keine Angst vor den Toten" meine: Die Geister der toten Frauen von M. Bernard erscheinen ihr.

Ich weiß nicht ob das gruselig sein sollte. Mir kam es nicht so vor. Ist das Absicht? Weil Sophia keine Angst hat? Ich hätte mir ein wenig grusel gewünscht. In einer Stelle fällt auf geisterhafte weise ein Foto um und nichts daran erscheint mir gruselig. Einfach dem Schreibstil wegen. Und ganz ehrlich wenn bei mir einfach so ein Foto umfällt würde ich sofort an "Paranormal activity" denken! Auch als die Geister die ihr erscheinen und zuflüstern - kein Gruselfiber. Schade.

Ich hab auch nicht ganz mitbekommen warum sie zu M.Bernard gegangen ist bzw. warum sie da geblieben ist. Der Vater ist gestorben, M.Bernard bekommt das Sorgerecht. Sie so: Dann gehe ich ihn mal besuchen. Und dann meint sie das sie da bleibt. Das ist alles so in den Hintergrund gerückt das ich das schon wieder vergessen hab.

M. Bernard erscheint mir von Anfang an sehr seltsam. Mit seinen Launen, seiner Dominanz. Das war alles so komisch. Er wirkte so unecht. Man wusste von Anfang an mit dem stimmt was nicht und ich habe mich an manchen Stellen echt darüber aufgeregt das Sophia nichts auffiel! Mädchen mach die Augen auf! So viele Hinweise und du raffst es nicht. Deswegen hat mich das Ende auch nicht überrascht.

Dacky fand ich am Anfang mega nett und dann stellt sich heraus das sie eine Spionin von M. Bernard ist. Das hat mich gestört. Aber ich weiß nicht so recht wie ich das erklären soll.

Zum Ende hin begegnet Sophia auch Anarchy. Ich finde das ist eine mega nette und sehr weise Dame. Sie hat immer einen guten Rat. Was ich so seltsam fand: Sophia hat sie im Wald getroffen und ihr sofort vertraut. Ist zu ihr nach Hause hat ihr sofort alles erzählt und so weiter. Ich vertraue nicht unbedingt Menschen die ich alleine im Wald antreffe. Aber Anarchy hat man sofort gern.

Ich habe mich nicht nur über M. Bernard aufgeregt und ihn gehasst sondern auch Genvery. AHHHHH! Die beiden hätte ich am liebsten gegen die Wand klatschen können! Ich komme mit den Charakter der beiden nicht klar. Aber es muss IMMER einen geben dem man das ganze Buch über den Kopf abschlagen will.

Am Ende wurde es eigentlich gruselig aber irgendwie hab ich das ohne ein Gruselgefühl gelesen. Und das lag daran dass Sophia keine Angst hatte und es nicht gruselig geschrieben wurde. Die Märchenatmosphäre kommt schon rüber aber das alles wirkt gespielt.

Die Autorin:

Jane Nickerson hat mit ihrer Familie viele Jahre lang in einem großen alten Haus in Aberdeen im Bundesstaat Mississippi gelebt, wo sie als Kinderbibliothekarin arbeitete. Ihre Liebe galt immer den Südstaaten, "den alten Zeiten", Schauergeschichten, Häusern, Kindern, dem Schreiben und interessanten Bösewichten. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann in Ontario, Kanada. "So wie Kupfer und Gold" ist ihr großartiges Debüt. 

Fazit:

Das Buch ist anderes als erwartet. Es fehlt das gruselige. Vieles wirkt gespielt, nicht echt. 

2 von 5 Sternen

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