Mittwoch, 19. März 2014

[R] Der Geschmack von Glück von Jennifer E. Smith

Der Geschmack von Glück Originaltitel: This is what happy looks like  
Erschienen: Juli 2013 Seitenanzahl: 384
Verlag: Carlsen  
Gebunden: 17,99 €  
ebook: 12,99  
Teil einer Reihe? Nein










Erster Satz: Im Grunde war es wie ein Zirkus, und der Tross zog auch so in die Stadt ein.  

Zitate (S. 34) Es kam ihr zwar seltsam vor, dass sie seinen Namen immer noch nicht wusste, aber irgendwas hielt sie davon ab, ihn zu fragen. Die beiden kleinen Wörter würden, dass wusste sie, eine unvermeidliche Kettenreaktion in Gang setzten: zuerst Google, dann Facebook, dann Twitter und immer so weiter,ein unermüdliches Graben in den Tiefen des Netzes, bis jedes Geheimnis aus der Sache herausgepresst war.

(S. 47) Und auf einmal begriff er die Macht des Netzes.
Die Anonymität hatte etwas Berauschendes. Plötzlich war er ein unbeschriebenes Blatt. Er war für sie ebenso ein Geheimnis wie sie für ihn, nicht mehr Graham Larkin, sondern bloß GDL824. Und GDL konnte alles Mögliche sein, hundert verschiedene Sorten siebzehnjähriger: einer, der nur für Football lebte, oder einer, der Preise bei Schachtuntieren gewann, einer, der auf dem Schleichweg hinter der Schule rauchte, oder einer, der so genial war, dass er schon im dritten Semester Medizin studierte. Oder einer, der Schmetterlinge sammelte oder Briefmarken oder Freundinnen. Er konnte Fan von Rockstars sein oder von Tennissternchen oder von den unzähligen Sternchen am Firmament. Er konnte sogar Graham-Larkin Fan sein. 
Er konnte alle und jeder sein.

Klappentext:


Ein einziger, kleiner Tippfehler und schon landet die Email von Graham Larkin, dem zurzeit am heißesten umschwärmten Teeniestar, in Ellies Postfach - ganz am anderen Ende der USA und in einer vollkommen anderen Welt: ohne Glamour, dafür mit Ferienjob in einer Eisdiele. Dennoch, und ohne, dass der eine irgendetwas vom anderen weiß, entspinnt sich sofort ein wunderbarer, sprühender Dialog zwischen den beiden. Sie können über Gott und die Welt miteinander reden, nur nicht darüber, wer sie in Wirklichkeit sind. Doch dann schlägt Graham als Drehort für seinen neuesten Film Ellies kleines Küstenstädtchen vor, weil er sie endlich persönlich kennenlernen will. Aber wie macht man das als überall bekannter Filmstar und warum scheut umgekehrt Ellie die Öffentlichkeit so sehr?
   
Zum Buch:

Hach, so ein süßes tolles Buch. Ich weiß eigentlich kann man ein Buch nicht mit dem Wort "süß" beschreiben, doch bei diesem hier schon. Allein die E-Mails zwischendurch und die Dialoge von Ellie und Graham. Einfach bezaubernd.
Aber jetzt mal von Anfang an. Und ich entschuldige mich schon im vorraus, falls diese Rezension nicht so gut wird, ich bin irgendwie aus der Übung.

Von Anfang an, fand ich das Buch toll. Der Prolog fängt mit den E-Mails an und da musste ich schon grinsen und habe nur gedacht, ich will auch eine E-Mail von ihm bekommen!! Und ich hatte den Klappentext nicht gelesen, das heißt ich war genauso wie Ellie überrascht. Ich mochte Ellie sehr und auch wie sie Lebte, fand ich so schön. ich liebe diese Atmosphäre die dieses Buch übermittelt. Genauso stelle ich mir ein schönes ruhiges Leben vor. Vor allem der Laden von ihrer Mutter hat mich so bezaubert. Am liebsten wäre ich dort hingegangen und dort einfach geblieben. Ich hatte echt total das Bedürfnis nach Maine zu gehen und mit Ellie und Quinn durch die Straßen zu schländern und am Strand zu spazieren.

(S. 158/159) "Das sieht doch gut aus. ich habe noch nie Glückskekse mit Chips und Salsa gegessen."
"Tja", sagte sie und lächelte leicht, " Chez O'Neill ist ganz vorn in der chinesisch-mexikanischen Küche." [...]
[...], sagte sie und brach den Glückskeks auf. Sie zog den kleinen Papierstreifen heraus, las ihn mit gerunzelter Stirn und lachte dann. "Da steht: Du wirst einen Glückskeks erhalten". 
"ist nicht wahr", sagte Graham, und sie reichte ihm den Schnipsel, damit er selbst sehen konnte. "Das ist der beste Glücksspruch aller Zeiten."
Ellie knabberte den Keks an. "Jedenfalls der zutreffensde."

Graham fand ich auch total süß. So ein richtiger Mädchenschwarm halt. Mir hat auch sehr gefallen, dass die Autorin ihn so menschlich gemacht hat. Wisst ihr was ich meine ? In den Büchern sollten die Protagonisten sowieso menschlich sein, aber hier fand ich ihn wirklich perfekt, als würde er existieren, als wäre er wirklich ein Star und als ob man diesen Star jetzt endlich verstehen würde. Das hört sich komisch an, aber ich finde das sehr gut von ihr. in diesem Buch geht es ja auch einwenig um das berühmt sein und was alles dazu gehört. Das wurde hier alles perfekt dargestellt.

(S. 298) "Wollen Sie eins?", fragte er, und Graham sah Ellie bittend an. 
"Na los", sagte sie. "Aber zum Mitnehmen."
"Keine Sorge, ich kann gleichzeitig essen und laufen", sagte er. "Ich bin sehr begabt". 

Den Schreibstil von Jennifer fand ich auch sehr angenehm. Als wäre ich in einem Film. Vor allem haben mir die E-Mails zwischendurch total gefallen. ich fand sehr gut, dass es am Ende von jedem Kapitel immer eine gab.



Die Autorin:

Jennifer E. Smith wuchs in der Nähe von Chicago auf und studierte an der
Colgate University. Sie hat bisher fünf Jugendbücher veröffentlicht, die in über 20 Sprachen übersetzt wurden. Heute lebt und arbeitet Jennifer E. Smith in New York City.

Fazit:

Ein so schönes Buch mit super tollen, menschlichen Protagonisten. Ich weiß nur nicht recht, was ich vom Ende halten soll...


4 von 5 Sternen

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