Mittwoch, 16. April 2014

[R] Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater


Rot wie das Meer
Originaltitel: The Scorpio Races Erschienen: November 2012
Seitenanzahl: 432
Verlag: scrip 5
Gebunden: 18, 95 €
ebook: 14,99 €
Teil einer Reihe? Nein!








Erster Satz: Die Leute sagen immer, ohne mich wären meine Brüder verloren, in Wahrheit aber wäre ich ohne sie verloren.

Zitate S. 213 "Diese Insel wird duch Tapferkeit am Leben gehalten, nicht durch Blut", sagte er. 

S. 133 Es ist so dunkel, dass ich die See mehr höre, als dass ich sie sehe. Schhhhhh, schhhhh, murmelt sie, als wäre sie meine Mutter und ich ein quengeliges Kind, doch bevor die See meine Mutter ist, bleibe ich lieber Waisenkind.
(Ich finde diesen letzten Satz, nach dem Komma, so schön, irgendwie richtig beeindruckend.)

Klappentext:

Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben. Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel. Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot …


Zum Buch:

Mag ich es oder mag ich es nicht ? Diese frage beschäftigt mich jetzt schon die ganze Zeit und ich bin mir nicht sicher, ob ich weiß wie ich es in Worte fassen kann, aber ich versuche es. Die Mercy Falls Trilogie von ihr hat mir ja sehr gut gefallen und ich hatte mich eigentlich auf Rot wie das Meer gefreut, aber jetzt bin ich mir unsicher.

Ich bin unglaublich schwer rein gekommen und aus meiner Sicht, war alles total Emotionlos. In den letzten 100 Seiten hat sich das zwar geändert, aber 300 total triste Seiten sind auch nicht so toll. Es spielt im Herbst, November und ist dementsprechen auch stürmisch, regnerisch und farblos. Vielleicht lag es auch daran, denn ich hasse den Herbst! Ich bin ein totalles Sommerkind und hasse Regen, Kälte, Schnee, Wind, einfach alles was damit zu tun hat. Und leider ist in dem Buch genau dieses Wetter. Ja, jetzt wo ich es auf schreibe fällt mir das auf. Es war vielleicht auch ein schlechter Zeitpunkt es genau jetzt zu lesen, wo es draußen so schön ist ...

S. 61 Die Muskeln in seinem Hals sind locker, auch wenn die Haut um seine Augen angespannt sind, und so wagen wir uns in die Brandung. Ich keuche auf, als das kalte Wasser meine Knöchel umspült.

Am Anfang und ich muss ehrlich zu geben, jetzt auch noch, war/bin ich verwirrt was die Pferde und die Rennen angeht. Die Capaill Uisce sind richtige Killer Pferde. Sie sind größer, schneller und ernähren sich von Blut (wie Vampire ...). Sie fressen außerdem auch sich gegenseitig auf. Warum sollte ich auf die Idee kommen auf so ein Pferd zu steigen ? Geschweige denn ein Rennen mit diesem Pferd machen ? Es will dich nämlich auch umbringen (und falls dein eigenes Pferd dich nicht frisst, tut es ein anderes), das ist doch total bescheuert! Es sterben ja auch viele bei diesen Rennen - Pferde sowie Männer! Und das schon beim Training!!

Zu Puck weiß ich auch nicht was ich denke. Einerseits finde ich sie sehr mutig und andererseits frage ich mich, ob in ihrem Gehirn alles richtig funktioniert. Sie ist die ganze Zeit schlecht gelaunt und ihre Gedanken wechseln die ganze Zeit von Pro zu Kontra, kann sie sich nicht mal entscheiden ?Auch fand ich sie etwas langweilig. Zu wenige Emotionen und wenn, dann ist sie schlecht gelaunt. Nur mit Dove ist glücklich.
*Spoiler Anfang* Auch finde ich dieses Bruder tam tam wegen Gabe total nervig. Er will ausziehen und deswegen macht Sie beim Rennen mit ?? Ernsthaft ?? Dannach kann ich es ja verstehen, wegen dem Haus, aber sonst ? Total hirnrissig! *Spoiler Ende*

S. 61 [Sean] Ich traue Corr mehr als jedem anderen von ihnen.
Ich solle ihm überhaupt nicht trauen. 

Von Sean weiß ich auch nicht was ich halten soll. Er ist ja ganz süß, wie er mit den Pferden umgeht, aber dass er nie redet, geht einem schon irgendwann auf den Geist! Er sich zwar in den letzten 100 Seiten in jemanden verwandelt denn man auch mögen kann. Aber davor ? No way! Und auch bei ihm muss ich sagen, fand ich es einbisschen langweilig. Mir hat es aber immer gefallen, wenn er auf Holly gestoßen ist. Er war wenigstens etwas lustig.

S. 61 [Sean]  Corr hebt den Kopf, die Ohren aufgestellt, den Hals gewölbt, als wollte er Der Skorpio-See huldigen. Ich flüstere ihm etwas ins Ohr und rucke an seinem Führstrick. Er soll seine Aufmerksamkeit mit widmen, nicht dem betörenden Gesang des Meeres. Ich betrachte seine Augen, seine Ohren, seine Körperhaltung, um abzuschätzen wessen Stimme an diesem Abend mehr Macht auf ihn ausüben wird, meine oder die des Ozeans. 

Ich weiß nicht wie ich es geschafft habe das Buch an 4 Tagen zu lesen und dabei keine Depression bekommen zu haben. Ich glaube, ich habe es so schnell gelesen, weil das Buch so kurze Kapitel hat. Denn dann denke ich immer, ach nur noch 5 Seiten und ruck zuck ist es vorbei. Und wie gesagt, die letzten 100 Seiten sind ja ganz schön! Auch wenn ich mir das Rennen nicht wirklich vorstellen konnte. Nur 4km soll die Strecke sein und die galopiert er in 5 Minuten ? Fand ich einbisschen unlogisch.

*Spoiler Anfang* Zu letzt habe ich noch eine Frage an die, die das Buch schon gelesen haben. Hattet Ihr auch das Gefühl, dass Gabe (Pucks Bruder) mit Peg, der Fleischerin zusammen ist ? Der Pfarrer hat ja gesagt, dass er von etwas weg läuft und in einer Szene ist er irgendwie noch in der Küche mit ihr alleine und Puck will ihn holen und dann sagt der Freund von Gabe so: Nein, nein ich gehe schon und drängt sich an ihr vorbei. fand ich sehr seltsam. Schade das nichts aufgelöst wird. *Spoiler Ende*

Die Autorin:

Maggie Stiefvater, geboren 1981, führt in Virginia mit ihrem Mann und ihren
beiden Kindern ein "wildes Hippie-Leben", wie sie es selbst nennt. Maggie arbeitet als Schriftstellerin und Künstlerin, mag Rock, besonders Celtic-Rock, und alte Autos. Wie Deidre und Luke, die Helden in ihren Romanen "Lamento - Im Bann der Feenkönigin" und "Ballade - Tanz der Feen" ist auch Maggie sehr musikalisch und spielt Harfe und Flöte.


Fazit:

Ich denke, dass es einfach nicht mein Buch war. Die Jahreszeit hat nicht gepasst und die ganze Geschichte wirklich für mich zu Emotionlos und trist. Ich Entscheide mich für die Mitte, da es ja am Ende ganz schön wurde.

3 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Hallöchen :)

    Hab euch jetzt neu für mich entdeckt und wurde sogleich leserin, da euer Blog recht schön ist :)
    Ich habe das Buch auch gelesen und so ganz anfreunden konnte ich mich ebenfalls nicht :( Die Geschichte weckte zwar meine Neugierde, aber es hat mich nicht so gepackt wie Anfangs gedacht...
    Mit dem Ende hast du Recht - hat mich überrascht und fand ich gut :)

    Liebe Grüße
    Baka Monkey
    http://bakamonkeyliest.blogspot.de/

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    1. Heei,
      das ist so schön. Wir freuen uns über jeden Follower! ♥

      Dann sind wir ja schon zwei mit der selben Meinung. :) Du bist tatsächlich die erste die meiner Meinung ist. Sonst habe ich nur postives über das Buch gehört.

      Liebe Grüße,
      Anna.

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  2. Huhu!
    "Rot wie das Meer" ist mein absolutes Lieblingsbuch! Leider kann ich dir nicht sagen, ob Gabe was mit Peg hatte... Mir war auch vorher nichts aufgefallen... da muss ich das Buch nochmal lesen:)

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    1. Hey,
      ja, das mit Peg hat mich wirklich einwenig verwirrt, weil dort nichts dazu gesagt worden ist, ich mir aber so sicher war und es mich dann doch verwirrt hat.

      Liebe Grüße,
      Anna

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