Dienstag, 10. Juni 2014

[R] Die Tribute von Panem - Flammender Zorn #3 von Suzanne Collins

Die Tribute von Panem - Flammender Zorn #3 Originaltitel: The hunger games - mockingjay #3
Erschienen: Januar 2011 Seitenanzahl: 430
Verlag: Oetinger
Gebunden: 18,95 €
ebook: 12, 99 €
Teil einer Reihe? Ja, Band 3 von 3!







Band 1: Tödliche Spiele *Klick*
Band 2: Gefährliche Liebe *Klick*
Band 3: Flammender Zorn

Achtung Spoiler, das ist der 3. Band einer Trilogie --> Rezension vom ersten Band


Erster Satz: Ich stehe da und schaue zu, wie sich eine dünne Ascheschicht auf meine abgetragenen Lederschuhe legt.
 
S. 116 "Das Feuer breitet sich aus!", schreie ich jetzt, damit Snow auch ja kein Wort verpasst. "Und wenn wir brennen, brennen Sie mit!"

Klappentext:

Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt … 


Zum Buch:

Achtug, in dieser Rezension spoiler ich ziemlich viel, wenn ihr das Buch noch nicht gelesen habt, solltet ihr die Rezension lieber nicht lesen!

Ich weiß echt überhaupt nicht wie ich anfangen soll, oder was ich überhaupt schreiben soll. Nach dem Ende bin ich so unsicher und auch enttäuscht.
Nach Gefährliche Liebe habe ich mich so auf den dritten Band gefreut, denn dieser Band war so so gut und dann kommt so was ??

Ich meine, es hat sich so angefühlt, als hätte Suzanne Collins gar keine Lust mehr gehabt das Buch zu schreiben. Alles wurde nach und nach abgearbeitet. So als hätte sie wirklich eine kleine List neben sich. Finnick stirbt ? Erldeigt! Peeta bekommt wieder einen Anfall? Erledigt! Oh, ich habe vergessen, noch mal jemanden umzubringen... Dann sterben halt noch ein paar von ihrer Gruppe!

Und was war das überhaupt für ein Tod von Finnick ? Ich habe im ersten Moment gar nicht verstanden, dass der gestorben ist. Alles ist so leblos, ohne Gefühle. Ich weiß das die im Krieg sind und ja, sie mussten schnell verschwinden, aber ich fand es echt scheiße. Finnick stirbt und das wird nur in einpaar Sätzen gesagt und dann überhaupt gar nicht mehr erwähnt!!! Vielleicht ein Satz, aber mehr nicht. Katniss ist immer zu ihm gegangen und er war der einzige der sie versteht und dann stirbt er und sie denkt gar nicht mehr an ihn? 

Und dann gegen Ende stirbt Prim und ich dachte, hmm ja ok vielleicht wird bei ihrem Tod mehr gesagt, aber Pustekuchen. Vielleicht einwenig mehr als bei Finnick und am Ende bekommt sie einen Heulkrampf, aber mehr ist da auch nicht. Überhaupt bekommt man von der ganzen Situation nie wirklich viel mit. Immer nur Bruchstücke.

Ich habe am Ende nicht wirklich das Gefühl gehabt, dass es besser geworden ist. Außer das es vielleicht die Hungerspiele nicht mehr gibt und die Distrikte nicht so arm sind , obwohl weiß man das ? Es wird überhaupt nichts in die Richtung erzählt. Man weiß, dass die Leute die Präsidentin gewählt haben und so, aber warum gibt es überhaupt noch Distrikte ? Das finde ich schon ziemlich miserabel!

Und dann das mit den 76. Hungerspielen ist ja richtig abartig!!! Das ging schon zu weit. Da denkt man so, ach die Rebellen gewinnen und jetzt gibt es ne Demokratie, aber neeeein. Die wollen ein 76. Hungerspiel für die Bevölkerung veranstalten. Mit den Kindern! Die Distrikte haben die Hungerspiele immer mitmachen müssen, müssten die nicht froh sein, diese nicht mehr zu haben. Sie wollten alle aus dem Kapitol umbringen, was ich auch schon ziemlich krass fand, aber dann auf so eine Idee zu kommen ist krank. Und dann sagt Katniss auch noch ja. Als ob es die Probleme lösen würde. Warum um alles in der Welt, sollte man sich umbringende Kinder im TV sehen wollen, nachdem man das 75 Jahre schon erdulden musste ?

Auch hat mich Gale aufgeregt. Am Anfang der Trilogie merkt man, wie wichtig er für Katniss ist. Er bedeutet ihr viel, genauso wie sie ihm viel bedeutet. Warum drängt ihm die Autorin dann auf einmal so einen unsympathischen Charakter auf ? Während des lesens, habe ich immer weniger Lust auf ihn bekommen. Ich denke, Suzanne Collins, wollte die Wahl für die Leser sinnvoll machen. Ich meine, nach den ganzen Aktionen, würde doch keiner mehr für Katniss und Gale sein. Es hat mich genervt, denn als ob Katniss nicht für Peeta Gefühle hätte.
Gale hätte echt nicht Prim mit seiner Idee umbringen müssen.
Und am Ende sagt er noch so "Ich habe dir versprochen, auf deine Familie auf zu passen" Warum sagt er so was noch ? Nach dem Prim gestorben ist und Katniss gestört ist, habe ich echt nicht verstanden, für was er das noch gesagt hat. Schließlich hat er es einfach nicht hinbekommen, da würde ich lieber die Klappe halten, als noch mal so einen Satz rauszuhauen.

Gegen Ende fand ich dieses Theater auch ziemlich merkwürdig. Wo sie keine Ahnung wie lange, in dem Zimmer gefangen ist. Nie jemanden sieht und dann urplötzlich frei kommt. Das kam mir wir eine schlechte Bog Brother Prodution vor.
Und dann kommt sie nach Distrikt 12 zurück und bleibt wie lange ? Monate ? In dem Stuhl und bewegt sich nur um auf Toilette zu gehen und hat sich seit dem Big Brother Haus nicht mehr umgezogen!!!!
Peeta kommt dann auch irgendwann und anstatt ihr zu sagen. "Hey, ich bin da" pflanzt er erst mal Blumen??? Häh ? Warum ?

Und ihre Mutter kommt nicht mal dorthin. Ich weiß, die Mutter ist sowieso schon psychisch labil, aber nachdem Prim Tod ist, könnte man doch denken, das sie zu ihrer einzigen Tochter zurück kehrt ? Warum lässt sie Katniss allein ? Warum ruft sie nie an ? Warum musste erst Katniss anrufen ? Was ist das denn für eine Mutter. Die einzige Überlebende ihrer Familie. Alle anderen sind Tod, außer ihrer Tochter und die Mutter so "ne, ich lasse die lieber allein".

 Die Autorin:

An das Jahr 2003 wird sich die Amerikanerin Suzanne Collins sicher gern erinnern. Damals erschien "Gregor und die graue Prophezeiung", ihr erster Roman für Kinder und Jugendliche. Die Geschichte
des New Yorker Jungen, der unter der Stadt das Reich der Unterländer entdeckt, faszinierte sowohl junge als auch erwachsene Leser, und das Buch schoss in die Bestsellerlisten. Schon vorher hatte die 1962 in New Jersey geborene Autorin Drehbücher für preisgekrönte Kinderserien im amerikanischen Fernsehen geschrieben. Mittlerweile sind weitere "Gregor"-Bücher erschienen und auch das Nachfolgebuchprojekt, "Die Tribute von Panem", wurde hochgelobt und in Deutschland 2010 für den "Jugendliteraturpreis" nominiert. Suzanne Collins lebt mit ihrer Familie und einigen Katzen in Connecticut.

Fazit:

Auch wenn es so viele Kritikpunkte gibt, gebe ich dem Buch drei Sterne. Denn ich fand es trotzdem spannend. Wo sie im Tunnel ist und auch die Szene in Distrikt 2 hat mir sehr gefallen.

3 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Auch wenn ich das Buch nicht so schlecht fand wie du, verstehe ich dich in den meisten Fällen. Die anderen beiden Bücher sind wirklich besser und Finnicks Tod hat mich wirklich aufgeregt. Ich hab ihn sehr gemocht und ich wünschte sie hätte das nicht so gemacht. :/
    LG Elsa :)

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    1. Hey,
      ja, die anderen Bände waren wirklich besser.
      Ich mochte Finnick aus sehr. Und in der Verfilmung liebe ich Sam Claffin einfach. ♥
      Sein Ende ist echt blöd. Vor allem musste ich dann auch gleich an Annie denken, die arme, als hätte sie noch nicht genug durch gemacht. :'(

      Liebe Grüße,
      Anna

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