Donnerstag, 4. Dezember 2014

[R] Ich bin Tess von Lottie Moggach


Ich bin Tess
Originaltitel: Kiss me first
Erschienen: Februar 2014
Seitenanzahl: 352
Verlag: Script5
Gebunden: 17,95
ebook: 14,99
Teil einer Reihe? Nein








 

Erster Satz: Es war Freitagabend und das Projekt lief seit ungefähr neun Wochen.

Klappentext:

Würdest du dein Leben aufgeben, um das eines anderen zu übernehmen? Leila hat Tess nie zuvor getroffen. Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst. Tess hat Leila nie zuvor getroffen. Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will, muss sie Leila ihr Leben anvertrauen. Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel. Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten? Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?


Zum Buch:

Vorab möchte ich mich auch bei der Lesekatze bedanken, dass wir bei ihrer Aktion Wir bekritzeln ein Buch mit machen durften. Es hat wirklich viel Spaß gemacht, direkt ins Buch seine Meinung zu schreiben und die Kommentare der anderen zu lesen. Doch leider leider, war das Buch nicht wirklich überzeugend und für mich ein totalter Reinfall.

Fangen wir bei Leila an. Sie ist 23 Jahre alt und einfach so unglaublich unwissend, dass es einen irgendwann sogar erschreckt und dann nervt es nur noch. Es nervt einfach nur noch. Sie weiß nicht einmal was ein beschis****s Baguette ist!! Ich meine Hallo!? Und Gras sieht aus ihrer Sicht  aus wie grüne Zuckerwatte !? Ich weiß nicht was die da geraucht haben. Vielleicht erklärt das ihren Zustand....
Außerdem ist sie naiver als naiv. Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll. Sie glaubt alles was man ihr sagt, wirklich alles! Und wenn es irgendwie unlogisch und nicht zusammen passt, reimt sie sich eine Erklärung dafür, und dein größter Traum ist es sie anzuschreien und zu schütteln. 
Das schlimmste fand ich aber, dass Leila sich immer als besser und schlauer als alle anderen sieht.
Ihre Gedankengänge sind ja so intelligent und ihre Handlungen auch. Außerdem sind alle anderen dumm und unwissend. Und hier die Beschreibung der Frauen beim Shoppen:

S. 270 "Immer wieder öffneten sich die Schiebetüren und ließen Welle um Welle identisch aussehender junger Frauen ein, wie Orks die in den Kampf zogen."

Sie zieht nämlich nur Jogginghose und Kapuzenpulli an. Und wir anderen sind so anders, sie weiß nicht wie sie damit umgehen soll. Generell ist sie sehr in sich gekehrt und hat keinen einzigen Freund. In ihrer Wohnung besitzt sie auch nicht wirklich viel und das obwohl sie eigentlich nur zu Hause ist.  
Da sie durch ihre Mutter nicht wirklich viel gesehen und entdeckt hat und nur zu Hause gewesen ist:

S.151 "In der Wohnung war alles nach meinem Geschmack eingerichtet, aber mir war klar, dass meine Lebensweise unter Umständen nicht jedermanns Sache war und der neue Mitbewohner sich Möbel und Vorhänge und mehr als zwei Teelöffel wünschen könnte."

Leila ist wie ihr merkt, gar nicht so einfach. Doch die Autorin dachte sich, ein nerviger Charakter passt nicht. Neeeein! Da müssen auf jeden Fall noch andere her!
Wie wäre es mit einem kompletten Psycho der sich hinter einer Maske von Intelligenz versteckt ?
Tess war ja ganz nett, doch mit ihrem hin und her hat sie mich auch irgendwann genervt und Tess hat so kranke Scheiße in ihrem Leben gemacht... Es gab nur eine einzelne Person im Buch die die Geschichte gerettet hätte, doch leider wurde er immer nur kurz erwähnt und hat nicht wirklich viel Spielraum bekommen. Was ich sehr traurig fand.

Die Geschichte war nämlich genauso eine Katastrophe wie Leila. Es wurde aus Leilas Sicht erzählt, wie ein Tagebucheintrag. Leider wirklich wie ein Tagebucheintrag, da es so weit vorne wie es nur geht anfängt. Es wird von jedem Pups berichtet.
Auch hat für mich das gesamte Buch keine richtige Kernaussage, es war eine Aneinandereihung von Begenungen und Aktionen, total Sinnlos und ohne Feingefühl.
Und die Kapitel waren immer unglaublich lang. Ich konnte jeden Tag wirklich nur ein Kapitel lesen, das hat sich alles so ewig gezogen, dass ich auch gar keine Lust hatte weiter zu lesen und ich wollte auch gar nicht wissen wie oder was noch passiert. Gott sei dank gab es die ganzen Kommentare, die haben sehr geholfen durchzuhalten.
Irgendwann wollte ich es aber einfach nur weg legen im Wissen, dass ich es nicht wieder in die Hand nehmen muss.


Die Autorin:

Lottie Moggach ist freiberufliche Journalistin, liebt ihre Heimatstadt London und hat einen Fabel für das 18. Jahrhundert. In ihrer Freizeit spaziert sie am liebsten mit ihrem Sohn durch die Straßen der britischen Hauptstadt und träumt davon, in einem der georgianischen Häuser zu wohnen. Die Idee zu ihrem ersten Roman Ich bin Tess kam ihr vor einigen Jahren, als sie viel zu viel Zeit mit Facebook verbrachte.

Fazit:

Nach Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit #2 von Veronica Roth reiht sich Ich bin Tess in die schlechtestens Bücher die ich gelesen habe und eigentlich nicht mal einen Stern verdienen hätten ein. Glückwunsch!

1 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Nach den ganzen schlechten Rezis werde ich das Buch wohl nicht lesen...:/
    LG Lena
    lenaliest.de

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    1. Hey,
      oh ja, das wäre wirklich keine gute Idee.
      Dies ist eine klare ENTpfehlung!

      Liebe Grüße,
      Anna und Gina :)

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  2. Ähm... Das klang ja ziemlich Scheiße! Aber die Handlung habe ich nicht kapiert...! Fehlte irgendwie...
    Und ich persönlich find Die Bestimmung teil 2 immer noch gut, der erste war besser aber er war nicht schlecht!

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    1. Hey,
      Es ist auch ziemlich scheiße. Ich wollte nicht viel von der Handlung schreiben, weil ich angst hatte zu spoilern... :/
      Da sind wir zwei wohl verschiedener Meinung, ich fand die Bestimmung total schlecht.

      Lieber Grüße,
      Anna

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