Sonntag, 4. Januar 2015

[R] Jamies Quest - Aufgabe gesucht #1 von Dominic und Cornelia Franke


Jamies Quest - Aufgabe gesucht #1 
Erschinen: Oktober 2014
Seitenanzahl: 374
Verlag: veröffentlicht bei amazon
Taschenbuch: 13,99
ebook: 2,99
Teil einer Reihe? Ja, Teil 1 von ?






Erster Satz: Als Jamie den roten Plastikeimer in seinem Zimmer abstellte, durchzuckte seine Schläfe ein heißer Schmerz. 

Klappentext:

Von Merlin gesandt, erblüht unser Land durch des Wanderers helfende Hand.
Jamie kann nicht glauben, dass gerade er ein sagenumwobener Wanderer sein soll. Eigentlich wollte er nur sein neues Computerspiel starten, als er sich plötzlich in Brior wiederfindet. Von monströsen Spinnen verfolgt, fordert sein Abenteuer all seinen Mut, doch lauert auf Jamie ein weitaus größerer Feind …


Zum Buch:

Vielen Dank noch mal an die Autoren für die Signierte Ausgabe des Buches mit den vielen kleinen Extras. Ich habe mich sehr gefreut.

Das Buch hat mich mega interessiert, weil ich die Idee gut fand: Ein Junge wird in sein Videospiel gezogen und muss sein eigenes Abenteuer bestehen. Dieses Buch ist der erste Teil einer Reihe und es ist noch nicht klar, wie lang die Serie wird.

Jamie ist ein normaler Junge, der von einem Mitschüler (hab gerade seinen Namen vergessen) geärgert wird und eine Freundin hat, die ihn verteidigt, Olive.
Jamie flüchtet sich in die Welt der Videospiele um aus seiner Realität zu entkommen. Sein neustes Spiel ist ein RPG (Rollenspiel).

Als Jamie sich nun in diesem "Spiel" wiederfindet, fand ich es lustig wie er versucht die Funktionen eines RPG zu benutzen (Für diejenigen die sich nicht damit auskennen, wird alles erklärt). Und gleich zu Beginn, trifft er auch gleich schon auf seine ersten Gegner. Tantel.

Diese Tantel sind riesige Spinnen (bäh) mit messerscharfen Werkzeugen. Und diese Viecher sind alles andere als Kuscheltierchen. Es ist echt krass wie genau einige Szenen in dem Buch beschieben werden. Es sterben ja einige Menschen (kein Spoiler) und wenn das durch die Tantel passiert, dann meist sehr blutig. Manchmal auch sehr sehr blutig. Echt eklig was sie mit menschlichen Opfer so alles anstellen.

Die Welt, in die er gefallen ist, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es für eine Welt wenige Städte gab. Ich hatte ein mittelalterisches Szenario vor mir, mit alten Gasthäusern, Händlern und Pferdekarren. Die Spezies der Samako finde ich sehr interessant, sie sind so kultiviert. Auch den Fenek fand ich süß. Ein kleiner süßer Fuchs mit puschel Schwanz und großen Knopfauge und in pink und .... so FLAUSCHIG.

Den Verlauf der Geschichte fand ich ganz okey, außer diese eine Szene nach dem Tantelangriff.
*Spoiler* Wer bitte schön ist so doof, eine Rettungsaktion gegen diese gefährlichen und besonders tödlichen Tanteln alleine bzw. mit unerfahrenen/keinen Kämpfern zu machen! Herr im Himmel! *Spoiler ende*

Jamie fand ich irgendwie nicht so sympathisch, irgendwie hat es mich gestört das er die ganze Zeit noch daran dachte das es ein Videospiel ist, obwohl er alles erklärt bekommen hat und die SCHMERZEN spüren kann, er weiß das er sterben kann.... Und auch seine Ohnmachtsanfälle, wenn er an einen "Speicherpunkt" kommt. Die waren ein wenig zu oft und manchmal ist er erst viel später wieder aufgewacht und hat die Hälfte verpasst. Ist es nun ein Spiel mit Speicherpunkten oder eine andere Welt? Das ist nicht ganz klar geworden und ein wenig verwirrend, aber bestimmt wird sich das noch mit dem weiteren Verlauf der Geschichte klären.

Hannes ist so ein lieber Junge, ich mag in total, auch wenn er ein wenig naiv ist. Irgendwie süß, dass sein größter Traum ist einen Helden zu begleiten.
Und zu Lana. Also ehrlich Jamie, wenn dir ein Mädchen sofort um den Hals fällt, dann kann ich dir sagen, dass etwas nicht mit ihr stimmt oder sie etwas ausheckt.
Im ersten Moment dachte ich, Grumdir ist ein Zwerg. Hahahaha, wegen dem Namen und weil sein erstes Auftauchen in einem Tunnel war. Da war ich wohl zu sehr im Rollenspiel vertieft.
Er und Viisas haben mir ab besten gefallen, sie waren die einzige die, die ganze Zeit einen klaren Kopf behalten haben.

Und das Ende. Also ehrlich, die haben ein bisschen lange gebraucht bis sie gecheckt haben, wer der eigentliche Feind ist. Und auch dieses Urplötzliche Auftauchen der Trolle. Das kam zu plötzlich und unerklärlich und dann, ohne große Erklärungen, helfen sie natürlich. Vielleicht hätte man da genauer schreiben können.

Was mir noch aufgefallen ist, ist der Schreibstil. Irgendwas daran war anders. An manchen Stellen war er sehr genau und dann wurden Sachen umgangen (mit den Ohnmachtsanfällen). Ich hatte das Gefühl, dass ein sehr junger Autor das Buch geschrieben hat. Auch gab es für meinen Geschmack zu viele rhetorischen Fragen.

Die Autoren:

Cornelia Franke, 1989 in Mönchengladbach geboren, studierte Kulturwissenschaften und arbeitet als Lektorin. Mit ihrem Mann Dominic lebt und schreibt sie zusammen in Berlin. 2015 erscheint bei cbt ihr vierter Roman. Weitere Informationen zu ihren Büchern findet man unter www.corneliafranke.org

Dominic Franke, Jahrgang 1982, wurde in Berlin geboren, lernte zunächst einen Bürojob, der ihm jedoch zu monoton erschien. Sein Motto lautet „Nutze die Zeit, die du hast, für etwas, das dir Spaß macht“, daher begann er Drehbücher zu schreiben. Seit 2008 arbeitet er zusammen mit seiner Frau an ihren Büchern.

Fazit:

Eine gute Idee und ein guter Einstieg in die Geschichte. Leider gefiel mir der Schreibstil nicht so gut.

3 von 5 Sternen

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